Qualität
Zangen für die ganze Welt
Warum Knipex heute die führende Marke ist
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Mal riesengroß, mal winzigklein: Die „Cobra“, eine Wasserpumpenzange, ist längst ein Klassiker. Fotos: Roth (6) |
Ob ein Arbeiter in Uruguay Baustahl durchtrennt oder ein Klempner in Japan am Wasserrohr schraubt: Oft kommt die Zange aus – Wuppertal! Dort sitzt seit Kaisers Zeiten eine Firma, die sich inzwischen zur weltweit führenden Marke gemausert hat: Knipex. Die 800 Mitarbeiter fertigen mehr als 10 Millionen Zangen im Jahr. Das Erfolgsgeheimnis?
Wuppertal. Ob ein Arbeiter in Uruguay Baustahl durchtrennt, ein Klempner in Japan am Wasserrohr schraubt oder ein Elektriker in Kalifornien Kabel schneidet: Oft kommt die Zange aus – Wuppertal!
Dort sitzt seit Kaisers Zeiten eine Firma, die sich inzwischen zur weltweit führenden Marke gemausert hat: Knipex. Die 800 Mitarbeiter fertigen 1.000 verschiedene Varianten, insgesamt mehr als zehn Millionen Zangen im Jahr.
Das Erfolgsgeheimnis? Knipex-Chef Ralf Putsch, Urenkel des Firmengründers, erklärt es so: Der Betrieb setzte schon immer ausschließlich auf das Thema „Zangen“. „Diese Spezialisierung hat es uns erlaubt, aus dieser Werkzeug-Gattung mehr Qualität herauszuholen als andere Wettbewerber.“ Und das in vielerlei Hinsicht.
Hauseigene Schmiede
Qualität beginnt beim Material: „Hochwertigere Stähle machen unsere Produkte haltbarer.“ Der Anspruch zeigt sich dann auch immer wieder während der 30 bis 50 Arbeitsgänge. Ein Beispiel: „Jeder einzelne Seitenschneider wird mehrmals von Hand getestet“, schildert Putsch.
Für ihn hängt Qualität auch direkt mit der hohen Fertigungstiefe zusammen. Die wird etwa bei einem Besuch in der Schmiede deutlich: Selbst die Formen für die Rohteile sind hausgemacht.
„Wir setzen auf komplett firmeneigene Produktion“, betont Putsch, „so sind die Wege kurz und wir haben alles selbst in der Hand.“
Natürlich ergibt sich dann auch eine hohe Wertschöpfung – einerseits. Andererseits sind die Personalausgaben mit 40 Prozent der größte Kostenblock. Logische Folge: „Alle Abteilungen müssen mindestens so gut sein wie ein möglicher externer Anbieter“, fordert der Chef, „aber das ist ein produktiver Druck.“
Damit das Unternehmen diesem Anspruch weiterhin gewachsen ist, muss auch die Qualität der Mitarbeiter stimmen. Daran arbeitet die Firma etwa in der eigenen Lehrwerkstatt (Knipex hat insgesamt rund 50 Azubis). Oder mit kursweiser Weiterbildung.
Putsch möchte zudem die Mitarbeiter noch besser in Entscheidungen einbeziehen: „Die wissen ja Bescheid!“ Mehr Verantwortung zu delegieren, das hat sich das Unternehmen sogar förmlich vorgenommen, im ersten „Leitbild“ der Firmengeschichte.
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